28 October 2026
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Mini USB vs. Micro USB: Unterschiede, Erkennung und Kompatibilität

Vergleichen Sie Mini USB vs. Micro USB nach Form, Polzahl, 480-Mbps- und USB-3.x-Geschwindigkeit, Laderegeln und Kompatibilität, um das passende Kabel zu finden.

Leitfaden zu USB-Steckverbindern

Mini USB und Micro USB sind zwei unterschiedliche kompakte USB-Steckverbinderstandards, deren Stecker nicht direkt in die Buchsen des jeweils anderen Standards passen. Im Alltag bezeichnet Mini USB meist die 5-polige USB-Mini-B-Schnittstelle mit einem dickeren, abgestuften Profil. Micro USB steht in der Regel für die deutlich flachere 5-polige USB-2.0-Micro-B-Schnittstelle oder die breitere, zweigeteilte 10-polige USB-3.x-Micro-B-Schnittstelle für schnellere Geräte. Da sowohl Standard-Mini-B als auch USB 2.0 Micro-B fünf interne Kontakte nutzen, verrät die Angabe „5-Pin-USB“ allein noch nicht, welchen Anschluss ein Gerät benötigt.

Mini-B

Dicker, abgestufte Seiten

Mini-B-Kabelstecker, von vorn gesehen.
Kabelstecker (Stecker / männlich)
Mini-B-Gerätebuchse, von vorn gesehen.
Geräteanschluss (Buchse / weiblich)

USB 2.0 Micro-B

Flacher, abgeschrägte Ecken

USB 2.0 Micro-B-Kabelstecker, von vorn gesehen.
Kabelstecker (Stecker / männlich)
USB 2.0 Micro-B-Gerätebuchse, von vorn gesehen.
Geräteanschluss (Buchse / weiblich)

USB 3.x Micro-B

Breites, zweigeteiltes Profil

USB 3.x Micro-B-Kabelstecker, von vorn gesehen.
Kabelstecker (Stecker / männlich)
USB 3.x Micro-B-Gerätebuchse, von vorn gesehen.
Geräteanschluss (Buchse / weiblich)
Frontansichten zur Erkennung der Steckverbinder; nicht maßstabsgetreu. Der breite Stecker und die Buchse erscheinen spiegelverkehrt, weil sie von gegenüberliegenden Seiten betrachtet werden. Quellen: USB-IF (USB 2.0) · USB-IF (USB 3.x).

Trotz ihrer unterschiedlichen Form teilen sich der 5-polige Mini-B und der 5-polige USB 2.0 Micro-B dieselbe USB-2.0-Signalratengrenze von 480 Mbps, und keine der beiden Steckerformen legt eine feste Ladegeschwindigkeit fest. Höhere Übertragungsmodi mit 5 Gbps oder 10 Gbps sind über die breite 10-polige USB-3.x-Micro-B-Schnittstelle verfügbar, sofern Gerätecontroller, Kabel und Host den jeweiligen Modus unterstützen. Der Host-Anschluss kann USB-A oder USB-C sein. Passive Adapter können Steckerformen in der passenden Stecker-auf-Buchse-Richtung umwandeln, während der Anschluss externer USB-Peripheriegeräte weiterhin davon abhängt, ob das Gerät über eine integrierte Host-Unterstützung und ausreichende Stromversorgung verfügt.

Mini USB vs. Micro USB auf einen Blick
Merkmal Standard Mini USB (Mini-B) Standard Micro USB (USB 2.0 Micro-B) Breiter Micro USB (USB 3.x Micro-B)
Form & Profil (Blick auf die Steckseite) Standard Mini USB (Mini-B)Dickeres, höheres Trapez mit abgestuften Seiten; glatte Steckerschale Standard Micro USB (USB 2.0 Micro-B)Deutlich flacheres, niedriges Trapez mit abgeschrägten Ecken; Stecker hat 2 kleine Rasthaken auf der flachen Seite Breiter Micro USB (USB 3.x Micro-B)Breites, zweiteiliges asymmetrisches Profil (5-polige Micro-B-Seite plus angrenzende 5-polige Erweiterung)
Polzahl (Pins) Standard Mini USB (Mini-B)5 Pins (allein anhand der Polzahl nicht von 2.0 Micro-B unterscheidbar) Standard Micro USB (USB 2.0 Micro-B)5 Pins Breiter Micro USB (USB 3.x Micro-B)10 Pins insgesamt (5-poliger USB-2.0-Bereich + 5-poliger SuperSpeed-Bereich)
Direkte Anschlusskompatibilität Standard Mini USB (Mini-B)Passt nur in Mini-B-Buchsen (nicht steckbar mit Micro-USB-Anschlüssen) Standard Micro USB (USB 2.0 Micro-B)Passt in USB-2.0-Micro-B/AB-Buchsen sowie in die 5-polige Seite breiter USB-3.x-Micro-B/AB-Buchsen Breiter Micro USB (USB 3.x Micro-B)Passt nur in breite USB-3.x-Micro-B/AB-Buchsen (wird von 5-poligen Standard-Micro-B-Buchsen blockiert)
Mögliche Datenübertragungsrate Standard Mini USB (Mini-B)Bis zu 480 Mbps (USB 2.0 High-Speed); einige Geräte arbeiten mit 12 Mbps (Full-Speed) Standard Micro USB (USB 2.0 Micro-B)Bis zu 480 Mbps (USB 2.0 High-Speed) Breiter Micro USB (USB 3.x Micro-B)Unterstützt SuperSpeed 5 Gbps (oder 10 Gbps), wenn Gerätecontroller, Kabel und Host-Port diesen Modus unterstützen
Ladefähigkeit Standard Mini USB (Mini-B)Abhängig von Stromquelle, unterstütztem Ladeverfahren, Gerätedesign und Kabel Standard Micro USB (USB 2.0 Micro-B)Abhängig von Stromquelle, unterstütztem Ladeverfahren, Gerätedesign und Kabel Breiter Micro USB (USB 3.x Micro-B)Abhängig von Host oder Ladegerät, Gerätedesign und Kabel

Ältere Mini-A/Mini-AB-Buchsen sind in diesem Vergleich nicht enthalten.

So unterscheiden Sie Mini USB und Micro USB

Standard-Mini-B mit 5 Polen und USB 2.0 Micro-B

Um Mini USB und Micro USB auseinanderzuhalten, blicken Sie frontal auf das Steckgesicht des Anschlusses und achten Sie darauf, ob Sie die Metallspitze eines Kabelsteckers (männlich) oder die vertiefte Anschlussöffnung an einem Gerät (weibliche Buchse) betrachten.

Eine Standard-USB-Mini-B-Schnittstelle hat einen dickeren, abgestuften Querschnitt. Beim frontalen Blick auf das Steckgesicht ist eine parallele Seite breiter als die gegenüberliegende, und die beiden schrägen Seitenwände treten mit deutlichen Kerben stufenförmig nach innen. Bei einem Mini-B-Kabelstecker ist die äußere Metallschale glatt, da die Verrastung über eine interne Rastgeometrie im Inneren der Gerätebuchse erfolgt (USB-2.0-Spezifikation und Mini-B-ECN-Paket).

Eine Standard-USB-2.0-Micro-B-Schnittstelle besitzt einen wesentlich flacheren Querschnitt in Form eines niedrigen, abgeschrägten Trapezes ohne abgestufte Seitenwände. An einem Micro-B-Kabelstecker ragen nahe der Spitze zwei winzige Metall-Rasthaken aus der flachen Außenseite heraus, die in Aussparungen der Gerätebuchse einrasten. Die Spezifikation verlegt diese Rastfedern auf den austauschbaren Kabelstecker und legt für Micro-B einen Komponenten-Prüfwert von 10 000 Steckzyklen fest, verglichen mit 5 000 Prüfzyklen bei Mini-B (USB-2.0-Spezifikation und Mini-B-ECN-Paket). Diese Zykluszahlen sind Labor-Prüfwerte für Steckverbinder-Bauteile und keine Garantie dafür, dass jedes Produkt eine bestimmte Anzahl von Jahren hält oder dass eine Gerätebuchse niemals verschleißen kann.

Draufsicht auf einen Mini-B-Stecker mit glatter Metallschale.
Draufsicht auf einen Micro-B-Stecker mit den zwei hervorgehobenen Rasthaken an der Spitze.
Quelle: USB-IF.

Sowohl Standard-Mini-B als auch USB 2.0 Micro-B verwenden fünf interne Kontakte (VBUS-Stromversorgung, Masse, D+/D−-Datenleitungen und einen Identifikations-Pin). Da die Polzahl identisch ist, reicht die Angabe „5-Pin-USB“ in einem Produkttitel oder Handbuch nicht zur Bestimmung des Anschlusses aus; Sie benötigen sowohl die genaue Bezeichnung (Mini-B vs. Micro-B) als auch die Kontur des Steckgesichts.

Häufige Verwechslungsgefahren: Breiter USB 3.x Micro-B, Standard-B, USB-C und Kameraanschlüsse

Mehrere andere Steckverbinder treten an Geräten und Kabeln häufig zusammen mit Mini und Micro USB auf:

USB 2.0 Standard-B

Standard-B-Geräteanschluss: nahezu quadratisch mit zwei abgeschrägten oberen Ecken.

USB-C

USB-C-Gerätebuchse mit abgerundeter, symmetrischer Öffnung.
Quellen: USB-IF · Samsung.
  • Breiter USB 3.x Micro-B: Häufig an tragbaren externen Festplatten zu finden; diese Schnittstelle verbindet einen 5-poligen Micro-B-Bereich seitlich mit einem zweiten 5-poligen SuperSpeed-Bereich, getrennt durch eine kleine Einkerbung (USB 3.1 Legacy Cable and Connector Specification).
  • USB Standard-B: Typisch für Desktop-Drucker, Scanner und Audio-Interfaces; Standard-B ist ein hoher, nahezu quadratischer Anschluss mit zwei abgeschrägten Ecken. Katalogfilter mit der Bezeichnung „USB-B“ fassen manchmal den großen Standard-B, Mini-B und Micro-B zusammen – prüfen Sie daher vor der Bestellung den genauen Subtyp.
  • USB-C: Ein glatter, abgerundet-ovaler Steckverbinder mit symmetrischer Ober- und Unterseite sowie beidseitig einsteckbarer Ausrichtung. Er befindet sich häufig auf der Computer- oder Ladegeräteseite eines USB-C to Mini-B- oder USB-C to Micro-B-Kabels.
  • Proprietäre 8-Pin- und Kameraanschlüsse: Der 5-polige Standard-USB-Mini-B ist ein offizieller USB-IF-Steckverbinder für Dashcams, Mikrofone, Controller und tragbare Recorder und kein proprietärer Kameraanschluss. Einige ältere Kompaktkameras und Handgeräte verwenden jedoch herstellerspezifische 8-polige oder mehrpolige Buchsen, die auf den ersten Blick ähnlich aussehen und im Handel mitunter pauschal als „mini USB 8-pin“ angeboten werden. Eine kleine Buchsenkontur oder der Zusatz „Mini“ in einem Angebot beweist keine Kompatibilität mit 5-poligem Standard-Mini-B oder Micro-B; prüfen Sie daher bei ungewöhnlichen Kamera- oder Spezialanschlüssen das Handbuch des genauen Modells.

Datenübertragungsgeschwindigkeit: Mini USB vs. Micro USB

USB-2.0-Geschwindigkeitsgrenzen und reale Dateiübertragungen

Bei 5-poligen Standardsteckverbindern haben Mini-B und USB 2.0 Micro-B exakt dieselbe Protokoll-Geschwindigkeitsobergrenze. Beide sind für USB-2.0-Systeme definiert, bei denen abnehmbare Standardkabel Signalraten von bis zu 480 Mbps (High-Speed) sowie 12 Mbps (Full-Speed) unterstützen (USB-2.0-Spezifikation).

Im Praxiseinsatz können zwei USB-2.0-Geräte Dateien dennoch unterschiedlich schnell übertragen – unabhängig davon, ob sie Mini-B oder Micro-B nutzen:

  1. Fähigkeit des Gerätecontrollers (12 Mbps vs. 480 Mbps): Wenn ein Gerät intern mit einem USB-Full-Speed-Controller (12 Mbps) ausgestattet ist, hebt auch ein High-Speed-Kabel für 480 Mbps die Geschwindigkeit des Geräts nicht über 12 Mbps an.
  2. Signalrate vs. Dateikopiergeschwindigkeit: Selbst wenn sowohl Host als auch Gerät im USB-2.0-High-Speed-Modus arbeiten, bezeichnet 480 Mbps die Bit-Signalrate der Bitübertragungsschicht vor Protokoll-Overhead, Bus-Teilung und internen Speichergrenzen. Die tatsächliche Dateiübertragungsgeschwindigkeit hängt vom Host-Controller, dem Speichermedium des Geräts und der Qualität der Kabelverbindung ab und erreicht keine theoretischen 60 MB/s.

Breiter USB 3.x Micro-B und SuperSpeed-Modi

Der breite 10-polige USB-3.x-Micro-B-Steckverbinder gehört zu einer höheren Protokollstufe. Seine fünf zusätzlichen Kontakte stellen zwei geschirmte differenzielle Signalpaare (Senden und Empfangen) sowie eine Schirmmasse (Drain Ground) für die SuperSpeed-Datenübertragung bereit (USB 3.1 Legacy Cable and Connector Specification).

Je nach Hardware unterstützt diese Schnittstelle den SuperSpeed-Betrieb mit 5 Gbps oder 10 Gbps. Um einen dieser Modi zu erreichen, muss die gesamte Übertragungsstrecke ihn unterstützen: der interne Controller und der breite Micro-B-Anschluss des Geräts, ein breites 10-poliges USB-3.x-Micro-B-Kabel sowie ein kompatibler SuperSpeed-Host-Port (in der Regel ein USB-3.x-Standard-A- oder USB-C-Anschluss am Computer) (USB-IF USB 3.2 Language Product and Packaging Guidelines). Allein anhand der Buchsenform lässt sich nicht erkennen, ob ein Gerät mit breitem Micro-B-Anschluss 5 Gbps oder 10 Gbps unterstützt, und die mechanische Steckverbindung garantiert keine bestimmte reale Übertragungsrate.

Unterschiede beim Laden und bei der Stromversorgung

Das Ladeverhalten hängt von Stromquelle, Kabelverbindung und Geräteladeschaltung ab, nicht von der Steckerform.
Referenz zu Ladeverfahren: Microchip: Battery Charging with USB.

Warum die Steckerform nicht die Ladegeschwindigkeit vorgibt

Ein verbreiteter Irrtum besagt, Mini USB sei auf 0.5 A (500 mA) begrenzt, während Micro USB 2 A liefere und viermal schneller lade. Tatsächlich bestimmt die Steckerform nicht, wie schnell ein Gerät lädt. Drei unabhängige Faktoren regeln die USB-Stromversorgung:

  • Standard-USB-2.0-Bus-Power-Regeln am Computer: Die USB-2.0-Spezifikation definiert die Stromabgabe an einem Standard-Datenport von Computern oder Hubs in Einheitslasten (Unit Loads) zu je 100 mA: bis zu 100 mA vor der Konfiguration und bis zu 500 mA (fünf Unit Loads) für ein konfiguriertes busgespeistes High-Power-Gerät. Dieses Limit von 500 mA ist eine Vorgabe für normale USB-2.0-Datenports an einem Host oder Hub und keine physikalische Obergrenze des Mini-B-Steckverbinders.
  • Kontaktstrom-Prüfwerte vs. Ladeprotokolle: Die USB-IF-Steckverbinderspezifikationen prüfen die metallischen Strom- und Massekontakte in Mini-B- und Micro-B-Steckverbindern in Labortests zur Stromtragfähigkeit, damit sich die Kontakte nicht unzulässig erwärmen (USB-2.0- und Mini-B-ECN-Paket; USB 3.1 Legacy Cable and Connector Specification). Diese Bauteil-Prüfwerte fungieren nicht als Ladeprotokoll; das Einstecken eines Micro-B-Kabels führt also nicht automatisch dazu, dass ein Gerät 2 A bezieht.
  • Stromquelle, Ladeverfahren und Kabelverbindung: Der tatsächliche Ladestrom hängt vom Netzteil, dem von der internen Geräteschaltung unterstützten Ladeverfahren sowie dem Spannungsabfall über Kabel und Steckverbinder ab. Spezielle Ladestandards wie USB Battery Charging (BC 1.2) nutzen Signale auf den Leitungen D+ und D−, damit ein Gerät ein dediziertes Ladegerät oder einen Lade-Downstream-Port erkennen und einen höheren Strom aufnehmen kann, als es ein Standard-Datenport erlaubt (Microchip: Battery Charging with USB).

Ein Blick auf die aufgedruckten Eingangsangaben am Gerät oder im Handbuch liefert einen nützlichen ersten Anhaltspunkt; um diesen Wert zu erreichen, sind jedoch auch ein Ladegerät mit demselben unterstützten Ladeverfahren und ein geeignetes Kabel erforderlich. Ein passiver Mini-auf-Micro-Adapter fügt weder neue Ladeprotokolle hinzu, noch erhöht er die vom Gerät unterstützte maximale Aufnahmeleistung.

Reine Ladekabel vs. Datenkabel

Ein Kabel, das die Ladeanzeige eines Geräts aufleuchten lässt, bestätigt lediglich, dass Strom am Anschluss ankommt. Bei 5-poligen Standard-Mini-B- und USB-2.0-Micro-B-Verbindungen erfordern Dateiübertragungen, Firmware-Updates oder die Geräteerkennung am Computer einen nutzbaren USB-Datenpfad über die Leitungen D+ und D−. Breite USB-3.x-Micro-B-Verbindungen nutzen für SuperSpeed-Daten zusätzlich die erweiterten Signalpaare.

Die Stromversorgung über VBUS und Masse beweist noch nicht, dass ein nutzbarer USB-Datenpfad vorhanden ist.
Gestrichelte Linien markieren den zu prüfenden Datenpfad. Eine Ladegeräterkennung auf D+/D− bedeutet noch keine Unterstützung für Dateiübertragungen. Microchip-USB-Ladeleitfaden.

Einige reine Stromkabel verzichten auf einen nutzbaren USB-Datenpfad und können daher keine Dateien synchronisieren. Gleichzeitig beweist eine fehlende Dateiübertragung weder, dass ein Kabel im Inneren nur zwei Adern besitzt, noch dass alle reinen Ladekabel gleich schnell laden – denn dedizierte Ladeports und bestimmte Netzteile nutzen die D+/D−-Kontakte zur Ladegeräterkennung, ohne eine USB-Datenenumeration durchzuführen (Microchip: Battery Charging with USB).

Wenn ein Mini-USB- oder Micro-USB-Gerät am Computer zwar lädt, aber nicht für die Dateiübertragung angezeigt wird, prüfen Sie zwei Punkte:

  • Das Kabel: Wechseln Sie zu einem Kabel, das ausdrücklich für Datensynchronisation und Laden (Data Sync and Charging) ausgewiesen ist.
  • Den Geräteanschluss und den Softwaremodus: Manche Geräte nutzen eine Mini-B- oder Micro-B-Buchse ausschließlich als Gleichstromeingang ohne dahinterliegende Datenelektronik, und viele Smartphones oder Mediengeräte starten standardmäßig im reinen Lademodus, bis die Dateiübertragung auf dem Bildschirm aktiviert wird.

Kompatibilität, Adapter und das Verbinden von Geräten

Mechanische Steckbarkeit und einseitige USB-3.x-Abwärtskompatibilität

Mini-B- und Micro-B-Steckverbinder haben inkompatible Gehäusekonturen und lassen sich nicht zusammenstecken; drücken Sie niemals einen unpassenden Stecker mit Gewalt in eine Buchse, da sonst Kontakte verbogen oder das Buchsengehäuse gesprengt werden können. Innerhalb der hier verglichenen Mini- und Micro-Schnittstellen legen die Spezifikationen folgende Steckregeln fest (USB-2.0- und Mini-B-ECN-Paket; USB 3.1 Legacy Cable and Connector Specification):

  • Standard 5-Pin Mini-B-Buchsen passen ausschließlich zu 5-poligen Standard-Mini-B-Steckern.
  • Standard 5-Pin USB 2.0 Micro-B-Buchsen passen ausschließlich zu 5-poligen Standard-USB-2.0-Micro-B-Steckern und blockieren mechanisch Mini-B-, Micro-A- sowie breite 10-polige USB-3.x-Micro-B-Stecker.
  • Breite 10-Pin USB 3.x Micro-B-Buchsen nehmen entweder einen 10-poligen USB-3.x-Micro-B-Stecker oder einen 5-poligen Standard-USB-2.0-Micro-B-Stecker auf, der in die 5-polige USB-2.0-Seite der Buchse eingesteckt wird.
  • Micro-AB-Buchsen (spezifiziert für On-The-Go- und Embedded-Host-Geräte) akzeptieren entweder einen Micro-A-Stecker oder einen Micro-B-Stecker derselben Generation, wobei USB-3.x-Micro-AB-Buchsen zusätzlich auch USB-2.0-Micro-A- und Micro-B-Stecker aufnehmen.

Durch diese einseitige Abwärtskompatibilität innerhalb der Micro-Familie lässt sich ein 5-poliges Standard-USB-2.0-Micro-B-Kabel in die 5-polige Seite einer breiten USB-3.x-Micro-B-Buchse an einer externen Festplatte stecken. Damit über diese Rückfallverbindung Dateien übertragen werden können, muss das Laufwerk den USB-2.0-Betrieb unterstützen, das 5-polige Kabel einen funktionierenden USB-2.0-Datenpfad bereitstellen und das Laufwerk ausreichend Betriebsstrom erhalten. Die Übertragung erfolgt dann mit USB-2.0-Geschwindigkeit. Der umgekehrte Weg ist mechanisch blockiert, da der zusätzliche 5-polige SuperSpeed-Bereich eines breiten USB-3.x-Micro-B-Steckers nicht in eine 5-polige Standard-Micro-B-Buchse passt.

Breiter USB-3.x-Micro-B-Geräteanschluss mit links hervorgehobener USB-2.0-Seite in dieser Frontansicht.
Der hervorgehobene Bereich nimmt einen USB-2.0-Micro-B-Stecker auf; die zusätzlichen SuperSpeed-Kontakte bleiben bei dieser Verbindung ungenutzt. USB-IF-Steckregeln, Tabelle 5-1.

Einsatz von Mini-auf-Micro-Adaptern und Grenzen des USB-Host-Betriebs

Wenn Sie bereits ein an Computer oder Ladegerät angeschlossenes Kabel besitzen und auf der Geräteseite die jeweils andere Steckerform benötigen, kann ein richtungsgebundener passiver Adapter die Spitze umwandeln. Beispielsweise nimmt ein Adapter von Micro-B-Stecker (männlich) auf Mini-B-Buchse (weiblich) (wie in der Konfiguration im StarTech-Datenblatt UUSBMUSBMF6 gezeigt) einen normalen Mini-B-Kabelstecker auf und wandelt ihn in einen Micro-B-Stecker für ein Micro-B-Gerät um.

Ein Mini-B-Kabel benötigt für ein Micro-B-Gerät einen Adapter von Mini-B-Buchse auf Micro-B-Stecker; die umgekehrte Richtung erfordert die entgegengesetzten Geschlechter.
Die Buchse wird mit dem vorhandenen Kabel verbunden, der Stecker mit dem Gerät. Die reine Formumwandlung fügt keine USB-Host-Fähigkeit hinzu. Beispiel-Adapterdatenblatt.

Beachten Sie beim Verbinden von Geräten über Adapter oder Kabel zwei wesentliche Grenzen:

  1. Richtung von Stecker (männlich) und Buchse (weiblich) beachten: Um ein Mini-B-Kabelende an eine Micro-B-Gerätebuchse anzupassen, ist ein Adapter von Mini-B-Buchse auf Micro-B-Stecker erforderlich; die Anpassung eines Micro-B-Kabels an eine Mini-B-Gerätebuchse erfordert die umgekehrte Kombination.
  2. Anschluss von USB-Peripheriegeräten (OTG und Host-Unterstützung): Um einen USB-Stick, eine Tastatur, eine Maus oder ein Audio-Interface direkt an ein tragbares Gerät anzuschließen, muss dieses Gerät als USB-Host arbeiten können; außerdem muss eine passende Stromversorgung für das Peripheriegerät sichergestellt sein. An der Form einer Mini-USB- oder Micro-USB-Buchse lässt sich nicht ablesen, ob ein Gerät den Host-Modus unterstützt, und weder ein passiver Adapter noch ein normales USB-A to Micro-B-Kabel rüstet fehlende Host-Fähigkeiten nach. Direkte Peripherieverbindungen erfordern kompatible Controller-Hardware, Firmware, eine ausreichende Stromversorgung sowie ein für den Host-Modus des Geräts vorgesehenes Kabel oder Adapterstück (USB On-The-Go and Embedded Host Supplement im USB-2.0-Paket).

Das richtige Kabel für Ihr Gerät auswählen

Prüfen Sie vor der Auswahl eines Ersatzkabels oder Adapters vier Details:

  1. Form der Gerätebuchse: Blicken Sie frontal auf die Buchse am Gerät, um sicherzustellen, ob es sich um einen abgestuften 5-poligen Mini-B-, einen flachen 5-poligen USB-2.0-Micro-B- oder einen zweiteiligen 10-poligen USB-3.x-Micro-B-Anschluss handelt (und prüfen Sie das Modellhandbuch, falls ein Kamera- oder Messgeräteanschluss wie eine proprietäre 8-Pin-Buchse aussieht).
  2. Gegenüberliegendes Kabelende: Prüfen Sie, ob Computer, Hub oder Ladegerät einen USB-Standard-A- oder einen USB-C-Anschluss verwenden, oder bestimmen Sie beim Einsatz eines Adapters die benötigte Stecker/Buchse-Richtung.
  3. Datenübertragung vs. reine Stromversorgung: Wählen Sie stets ein für Datensynchronisation und Laden spezifiziertes Kabel, wenn Sie Dateiübertragungen, Firmware-Updates oder PC-Kommunikation benötigen, und nutzen Sie für breite Micro-B-Geräte ein breites 10-poliges SuperSpeed-Kabel samt Host-Port, der denselben Modus mit 5 Gbps oder 10 Gbps unterstützt.
  4. Kabellänge und Steckerwinkel: Achten Sie bei engen Einbauverhältnissen wie Dashcams oder Gehäusen sowohl auf die Kabellänge als auch darauf, in welche Richtung ein abgewinkelter 90-Grad-Stecker relativ zum Steckgesicht weist.

Um konfektionierte Kabel nach beiden Anschlussenden, Stecker/Buchse-Ausführung oder Winkelform zu durchsuchen, besuchen Sie die Kategorie USB-Kabel und achten Sie darauf, dass das Angebot Ihr exaktes Steckverbinderpaar sowie die Datenübertragungsunterstützung angibt. Wenn Sie für Platinenreparaturen einlötbare Buchsen oder Stecker statt fertiger Kabel suchen, nutzen Sie die separate Kategorie USB-Steckverbinder.